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Soziale Phobie Kompendium - Hilfereiche Gedanken und Autosuggestionen

Hilfreiche Gedanken

Drucklayout vs. Onlinelayout
  1. Über Hilfreiche Gedanken
  2. Selbstsicherheit +diverse
  3. Angst
  4. Was andere von einem denken
  5. Nein-Sagen
  6. Gelassenheit
  7. Destruktives Klima am Arbeitsplatz
  8. Blackout
  9. Pruefungsangst

 

Über Hilfreiche Gedanken

 

Hilfreiche Gedanken, Phantasien und Autosuggestionen können dann eingesetzt werden, wenn man sich gerade mal wieder unangemessen schlecht, gestresst oder ängstlich fühlt und dementsprechend auch denkt. Damit man aus seinen alten z.B. negativen Bewertungsmustern und Gefühlen herauskommt, ist es hilfreich, eine ganze Sammlung von Gedankenalternativen zu haben. Wie soll man sonst positiv denken, wenn man es noch nie zuvor getan hat.

 

Selbstsicherheit + diverse

 

  • Ich bin ok, du bist ok.
  • Auch wenn man nicht selbstsicher ist, wird man von anderen Menschen geschätzt und gemocht. Unsicherheiten zuzugeben ist ein Zeichen von Stärke.
  • Es ist nicht möglich sich in allen Situationen 100% selbstsicher zu verhalten.
  • Selbstsicheres Verhalten kann man lernen
  • Auch wenn man Selbstsicher ist, kann man nicht alles im Leben erreichen.
  • Es dauert nicht Jahre um Selbstsicher zu werden.
  • Wer selbstsicher auftritt, ist nicht notwendiger Weise selbstsicher
  • Auch wenn Du zu keinen überragenden Leistungen fähig bist, kannst Du selbstsicher sein.
  • Definiere Dich z.B. nicht über Deine berufliche Karriere.
  • Es ist gesund selbstsicher zu sein.
  • Du bist genauso wertvoll und wichtig wie andere.
  • Du hast das gleiche Recht auf Erfüllung Deiner Wünsche wie andere.
  • Die Worte der anderen können Deine Gefühle nicht verletzten, das kannst nur Du selbst. Du hast Verantwortung für Deine Gefühle. Wenn die Worte anderer Dich belasten ist es wahrscheinlich, dass sie auf einen Punkt gestoßen sind, den Du selbst nicht an Dir magst.
  • Wenn ein Mensch Dich ablehnt sagt das nichts über Deinen Wert als Mensch aus. Es sagt nur aus was für einen Geschmack er hat. Verschiedene Menschen mögen verschiedene Dinge.
  • Achte auf einen festen Händedruck
  • Vermeide häufige Entschuldigungen.
  • Rede in der ich form und sage z.B. nicht: man könnte doch
  • Du musst Dich nicht alle 5 Minuten rechtfertigen.
  • Verwechsle eine freundlich Arbeitsatmosphäre im Job nicht mit Flirten.
  • Gehe mit Dir selbst so um wie mit Deinem besten Freund.
  • Trenne Dein Verhalten von Deiner Person: Nur weil Du einen Fehler machst bist du nicht weniger wert.
  • Versuche mal eine Woche auf Zigaretten, Kaffee, Alkohol  und andere ähnliche Dinge zu verzichten. Vielleicht kannst Du das ja mit einer Diät verbinden. Es gibt Selbstvertrauen sich in dieser Art zu überwinden.
  • Nehme Dir vor, Dich mindestens einmal am Tag selbstsicher zu verhalten.
  • Ein ungeschicktes Verhalten stellt nicht meinen ganzen Eigenschaften, Fähigkeiten, die ich über Jahre erworben habe, in Frage.
  • Ich gebe mich so, wie ich wirklich bin.
  • Suche in Deiner Erinnerung nach einem Erlebnis, bei dem Du dich selbstbewusst und sicher gefühlt hast.
  • Nicht einmal Jesus schaffte es, von allen akzeptiert zu werden. Warum solltest Du das Ziel verfolgen.
  • Misserfolg ist der Preis, den Du für Erfolg zahlen musst.
  • Wähle ein positives Ereignis in deinem Leben aus und versuche zuhause, mindestens zwei Minuten darüber packend zu erzählen.
  • Verbanne folgendes aus deinem Wortschatz: „Ich kann nicht ...“ , „Es ist unmöglich... „, „zu schwierig“
  • Verlerne, was Du in der Kindheit negatives gelernt hast
  • Wenn ich meine Stärken kenne, kann ich auch gut mit meinen Schwächen umgehen.
  • Mut etwas neues auszuprobieren: stolz sein, etwas neues auszuprobieren, dass man es wagt sich auf das neue und damit unsichere einzulassen. Neugier nicht unterdrücken. Neues auszuprobieren erweitert den Horizont und schafft Wahlmöglichkeiten und Erfahrungen.
  • Solange ich Du Deine Eltern verantwortlich machst bin bist Du noch ein Kind.
  • Nehme Dich selber Ernst und erwarte das auch von anderen.
  • Niemals sollten wir uns von uns selbst entmutigen lassen.
    Nicht dadurch, dass wir Fehler machen, sind wir schlecht. Zu unserer Beruhigung sollten wir daran denken, dass wir unsere Fehler erst dann wahrnehmen, wenn wir bereits begonnen haben, an ihnen zu arbeiten.
  • Immer die Absicht zu haben, sein Leben in vollen Zügen zu leben, aber sich niemals entschließen, es wirklich in Angriff zu nehmen, ist so, als würde man von einem Tag auf den anderen aufhören zu essen, zu trinken und zu schlafen, bis man verhungert und zerstört ist.
  • Nichts kann Dir Selbstsicherheit geben außer dem Selbst, das Du wirklich bist.
  • Verliere keine Zeit, steh auf und begib Dich erneut auf den Weg, denn jemand, der nach einem Fall schnell wieder aufsteht, wird ebenso gut ans Ziel gelangen, als sei er nie gefallen.
  • Wenn Du etwas befürchtest, glaubst Du es. Befürchtung ist negativer Glaube. Du musst an das, was Du willst, auch glauben, sonst geht es in alle Ewigkeit nicht in Erfüllung.
  • Versuche nicht zwanghaft politisch korrekt zu denken. Erkenne an, dass du deine eigenen Sichtweisen und Meinungen hast. Und dass das normal ist. Steh zu ihnen, steh zu dir. Sicherlich ist nicht alles korrekt, na und? Bei wem wär das so? Aber natürlich nicht ins andere extrem verfallen... und der total festgefahrene Eigenbrödler werden.

Weitere Hilfreiche Gedanken

  • Man geht so mit anderen Menschen um, wie früher mit einem selbst umgegangen wurde, und so geht man auch mit sich selbst um.
  • In jeder (zwischenmenschlichen) Beziehung ist man ein anderer.
  • Alles was jemand über einen anderen aussagt, sagt mindestens genau so viel über den Sprecher aus (Wer redet, spricht über sich).
  • Leben ist eine Störung nach der anderen. Leben ist Unsicherheit.
  • Leben ist eine Anpassungsfrage: Wenn (innere oder äußere) Anforderungen einerseits und die Bewältigungsmöglichkeiten (Ressourcen, Kompetenzen) eines Menschen andererseits auseinander klaffen, entsteht krankmachender "Stress".
  • Nichts passiert, außer man tut es. Aber auch "Zulassen" ermöglicht.
  • Loslassen befreit.
  • Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.
  • Wenn wir an etwas glauben, sorgen wir dafür, dass selbst Gegenbeweise unsere Annahmen bestätigen.
  • Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.
  • Wer sich nicht bewegt, spürt seine Ketten nicht.
  • Unsere Vorstellungen von den Dingen, nicht die Dinge selbst machen uns Angst (abgewandelt: Wir reagieren nicht auf die Dinge, sondern auf die Bedeutungen, die wir den Dingen zuschreiben).
  • Bedeutsam ist nur Denken, das auch gelebt wird.
  • Nichts hat einen stärkeren Einfluss auf das Leben der Kinder als das ungelebte Leben der Eltern (C. G. Jung).
  • Liebe ist die "Psychotherapie" der Natur.
  • Liebe gehört zu den Lösungen, nicht zu den Rätseln dieser Welt.
  • Lieben heißt, andere wert zu schätzen.
  • Wir warten unser Leben lang auf einen außergewöhnlichen Menschen, statt die gewöhnlichen in uns herum in solche zu verwandeln (Hans Urs von Balthasar).
  • Nicht wir haben Gefühle und Erinnerungen, sondern die Gefühle und Erinnerungen haben uns.
  • Vorurteile bestimmen unsere Wahrnehmung.
  • Jeder besteht aus einem Parlament innerer Stimmen.
  • In der Beziehung mit anderen handeln wir ständig aus, wer wir sind bzw. sein wollen.
  • "Charakter" ist das Ergebnis einer (einstmals?) erfolgreichen Verhaltensstrategie.
  • Worauf wir uns konzentrieren, das wächst (Wenn wir vor allem auf Mängel achten, wird deren Bedeutung zunehmen).
  • Was vorstellbar ist, ist auch machbar (A. Einstein).
  • Weniger des Gleichen ist oft mehr.
  • Charakter ist der Ausdruck einer ursprünglich erfolgreichen Strategie.
  • Erst Gefühle verleihen Ereignissen Bedeutung. Ereignisse ohne begleitendes Gefühl sind bedeutungslos.
  • Gefühle verwalten unsere Gedanken, gegenüber Informationen sind sie der "Wächter zum Bewusstsein".
  • Wer an Möglichkeiten verarmt, altert. Wer sich Möglichkeiten eröffnet, bleibt jung.
  • Wenn eine Vorstellung von uns Besitz ergriffen hat, können wir die Welt nur noch durch deren Brille wahrnehmen.
  • Glaubenssätze beherrschen uns wie Aliens, die wir nur noch mit Mühe loswerden.
  • Ausgetrampelte Pfade sind schwer zu verlassen (Sind erst einmal Wege "gespurt", werden sie auch gerne genutzt).
  • Wir lassen vor allem diejenigen Informationen in uns eintreten, die zu den bereits vorhandenen passen.
  • Es gibt keine "aussichtslosen" Fälle, allenfalls "hoffnungslose" Therapeuten.
  • Die meisten Menschen kommen am "Tiefpunkt" in Therapie. Auch ohne Behandlung kann es nur besser werden.
  • Unbeantwortete Fragen beschäftigen uns länger als erledigte.
  • Im "Widerstand" leben wir aus, woran wir uns nicht erinnern können (Wir inszenieren unser Drama).
  • Wer andere abwertet, versucht oft auf diese Weise, sich selbst aufzuwerten (= Hinweis auf schwaches Selbstwertgefühl).
  • Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume.
  • Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen (John Lennon)
  • Keiner ist verurteilt zu bleiben, wie er ist.
  • Trauer erleichtert Trennung und Abschied.
  • Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen, um ihn zu finden.
  • Niemand erreicht die Quelle, der stets mit dem Strom schwimmt.
  • Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen (Goethe).
  • Irgend wann muss sich jeder Mensch einmal richtig getrennt ("abgenabelt") haben. Wenn es gut geht, sind es die Eltern, mit denen man diese wichtige Erfahrung machen kann, sonst ist es oft der erste Partner/Partnerin, notfalls auch der Psychotherapeut..
  • Meist gibt es einen Ausweg, auch wenn wir ihn noch nicht sehen.
  • Leben wird durch Geschlechtsverkehr übertragen und endet immer tödlich.
  • Voltaire: Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten beschäftigt zu halten, während die Erkrankung ihren eigenen Verlauf nimmt.
  • Maxime der Anonymen Alkoholiker: Gott gebe mir Gelassenheit hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern, was ich ändern kann, und die Weisheit zwischen beidem zu unterscheiden.
  • Manche Menschen reden einen Augenblick, bevor sie denken. Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man es auch lassen.
  • Wer nur redet, erfährt nichts über sich.
  • Nicht die Menge an Belohnung, sondern ihre Unerwartetheit ("Überraschung") optimiert Lernen.
  • Gute Führer erkennen, was die Leute wollen, und befehlen es dann.
  • Verstand scheint gerecht verteilt zu sein, da fast jeder glaubt, genug davon zu haben.
  • Das Gehirn will sich verführen lassen und das gelingt am besten, wenn man an das anknüpft, was es schon weiß.
  • Emotionen wirken als Verstärker jeder neuen Information.
  • Wer den Tod verdrängt, verpasst das Leben.
  • "Fehler" besagen lediglich, dass uns etwas noch "fehlt". Sie sind insofern hilfreich, als sie uns Entwicklungsmöglichkeiten und Lernfelder aufzeigen. Ohne Fehler gibt es selten Fortschritt.
  • Dumme Menschen machen immer den gleichen Fehler. Kluge Menschen machen immer neue Fehler.
  • Von einem amerikanischen Manager erzählt man sich folgende Geschichte: Ein Angestellter nähert sich dem Manager mit gebeugtem Haupt und in der Erwartung, fristlos gekündigt zu werden, weil er dem Unternehmen durch einen "Fehler" Millionen gekostet hat. Der Manager: "Sie glauben doch nicht etwa, dass ich Sie jetzt entlassen werde, wo ich doch gerade ein Vermögen in Ihre Ausbildung investiert habe."
  • Der herkömmliche Gebrauch des Wortes "Fehler" suggeriert, dass es ein (absolut) "richtiges" Verhalten gibt und verkennt, wie stark eine solche "Richtigkeit" von Umweltfaktoren abhängig ist. Hilfreicher ist es, davon auszugehen, dass ein Verhalten mehr oder weniger gut "passt". Was heute oder in einer bestimmten Situation passt, kann zu einer anderen Zeit oder in einer anderen Kultur absolut "unpassend" sein.

 



 

 

Angst

 

  • Vorher weniger Gedanken über die Situation machen.
  • Weniger an die letzte Katastrophe denken.
  • Sich gut zureden.
  • Das letzte Mal wurde es auch nicht so schlimm, wie du geglaubt hast“.
  • Auch andere sind in solchen Situationen innerlich nicht entspannt.
  • Andere sind in solchen Situationen innerlich nicht so verkrampft.
  • Mehr auf  Deine Umgebung achten als auf sich selbst (Einheit von Handlung, Denken und Gefühlen)
  • Nicht so hohe Ansprüche an Dich stellen, du bist nicht perfekt und möchtest es auch nicht sein.
  • Das Zittern ist gar nicht so auffällig ist, wie es Ihnen die Angst zu sagen scheint.
  • Angst ist nur angebracht, wenn Dein Leben in Gefahr ist.
  • Die Angst beobachten und sich nicht von ihr überwältigen lassen: „Aha, ich merke wie die Angst in mir aufsteigt und ich nervös werde“. „Das kenne ich schon. Das geht wieder vorbei.“ Versuche bei Deiner Umgebung zu bleiben. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für eine Spontanentspannungsmethode. Es ist nicht schlimm dass Du Angst bekommen hast
  • Vermeide den Konsum von Koffein und Nikotin. Die sonst folgende körperliche Erregung und Unruhe kannst Du sonst mit Angst verwechseln.
  • Setze dich oft deiner Angst aus, wenn es geht. Du gewöhnst dich an die Situation.

 

Was andere von einem denken

 
  • „Mir ist es egal was andere über mich denken, insbesondere was Fremde von mir denken.“
  • „Mein Leben verändert sich nicht um das kleinste Bisschen, auch wenn mich ein paar Menschen für einen totalen Idioten halten.“
  • "Ich bin die allerwichtigste Person für mich, alles was ich machen will (ohne anderen Schaden zuzufügen) kann ich einfach machen.“
  • Schwächen zu zeigen ist eine Stärke. Man erlaubt sich und anderen Mensch zu sein. Man gibt sich so wie man ist.

 

 

Nein-Sagen

 

Sich mal in die Rolle des anderen versetzen: Was würde ich denken, wenn jemand anderes mir einen Wunsch oder eine Bitte abschlagen würde. Du würdest in so einer Situation nicht wie befürchtet denken und reagieren. Warum soll der andere dann negativ reagieren. Und wenn, dann ist es halt so. Der andere muss auch lernen, dass es Grenzen gibt.

  • „Ich will wieder sicherer werden, deshalb sage ich jetzt mal NEIN
  • Auch bei einem NEIN bleibe ich ein interessanter Mensch, die anderen denken trotzdem nicht schlecht von mir,  im Gegenteil, sie werden mein NEIN verstehen, wenn ich es ihnen erkläre".
  • „Prima, dass ich NEIN sagen konnte. Endlich habe ich mich einmal getraut. Nun will ich so weitermachen."
  • Wenn einer nicht locker lassen will, wiederholen wir einfach immer wieder: „Ich kann Deinen Standpunkt verstehen, aber ich stimme Dir nicht zu.“

 

 

Gelassenheit

 
  • Stell Dir vor Du liegst mit 100 Jahren alt und zufrieden im Sterbebett und schaust auf dein Leben zurück. Du beobachtest Dich in Deiner jetzigen Situation. Dann würdest Dein älteres-Ich Dir sagen: wenn ich dass alles noch mal machen müsste würde ich entspannt bleiben, ich würde das alles nicht mehr so ernst nehmen.
  • Ohne Selbstliebe gibt es auch keine Nächstenliebe.
  • „Das kann ich nicht“ gibt es nicht. Ich probiere es. Ich gebe mir die Chance mich vom Gegenteil zu überzeugen.
  • Gelegentliche Rückschläge sind zu akzeptieren.
  • Die Stimmung schwankt von Natur aus. Wenn es mir gerade schlecht geht, wird’s mir bald wieder besser gehen.
  • In Dir steckt ein wunderbarer Mensch. Gib ihm die Chance sich zu entwickeln, indem Du ihn annimmst.
  • Habe den Mut, Dich anzunehmen. Wenn die Menschen Dich ablehnen, habe wenigstens Du den Mut, zu Dir zu halten. Wenn Du einen Fehler machst, habe den Mut, Dich trotzdem anzunehmen. Wenn Du schwach bist, habe den Mut, Dir beizustehen. Wenn du kritisiert wirst, habe den Mut zu Dir zu halten. Habe den Mut, Dein bester Freund zu sein.
  • Positive Gedanken führen zu positiven Gefühlen. (Negative und neutrale entsprechend)
  • Wenn ich anfange bewusst gesund bzw. positiv zu denken, dann werde ich kein Roboter. Ganz im Gegenteil. Du legst die negative Brille ab.
  • Das Wetter ist weder schön noch schlecht, noch ist es deprimierend. Das Wetter ist einfach da.
  • Es gibt viele Millionen Menschen, die sich nicht durchsetzten können. Das sind wie ich auch keine Versager.

 

 

Destruktives Klima am Arbeitsplatz

  Am Arbeitsplatz trifft man oftmals auf aggresives bzw. passiv aggressives Verhalten. Hier ein paar Gedanken zum Umgang:
  • nicht das meist unerreichbare Ziel setzten, das Verhalten des Kollegen zu ändern.
  • Ziel sollte es sein, seinen Unmut und die erfahrene Ungerechtigkeit zu äußern, und es nicht auf sich sitzen zu lassen.
  • Man sollte sich deshalb nicht auf das kränkende Niveau des aggressiven Gegenparts begeben.
  • um seine gerechtfertigten Bedürfnisse oder Ziele durchzusetzen kann man dann auch mal laut werden "Ich finde Dein Verhalten unverschämt". "Du bist es schuld, wenn das Unternehmensziel nicht erfüllt wird." Damit schadest Du der Firma."
  • Ich habe erkannt dass dies ein aggressiver Mensch ist. Das ist sein Problem. Ich rege mich deshalb nicht auf.
  • Hinter Cholerikern steht oft eine Hilflosigkeit. Sie brauchen andere Menschen um ihre Gefühle abzulassen.
  • unbemerkt Aggressionen abbauen: noch mal tief durchatmen (Spontanentspannungsmethode), unbeobachtet auf ein Kissen schlagen, sich kurz von seiner Umgebung lösen, z.B. mal aus dem Fenster schauen, oder nach oben schauen. Bis 10 zählen?
  • selektive/gezielte Offenheit im Berufsleben

 

 

Blackout

 

Jemand stellt Dir eine Frage, normalerweise wüsstest Du die Antwort:

  • Erklären wie man gerade Frage strukturiert, wo man gerade ist.
  • Fragen vorwegnehmen.
  • Hinreichend vorbereiten.
  • Sich zeit verschaffen, in dem man nachfragt, z.B. Was meinst Du genau.
  • Die Menschen, z.B. Arbeitskollegen zuvor näher kennen lernen um Hemmungen abzubauen, Vertrauensverhältnis aufbauen

Es kann hilfreich sein, seine Konzentrationsfähigkeit bzw Aufnahmefähigkeit zu trainieren, z.B. beim Arbeiten am Schreibtisch aktiv Radio zu hören. (Andererseits kann dass auch die Nervosität steigern.) Evtl. kann man diese Übungen dann auf die soziale Situation übertragen, d.h. man ist von den äusseren Umständen abgelenkt, behält aber trotzdem den roten Faden.

 

 

Prüfungsangst

 

„Prüfungsangst“ weist auf ein Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Bewältigungsmöglichkeiten hin. Prüfungsangst an sich ist normal! Erst ihr Übermaß wird zum Problem. Aufregung aktiviert Menschen (macht sie munter). Zu viel Aufregung verringert dagegen die Flexibilität, weil dann nur noch einfache Flucht- und Angriffsreaktionen zur Verfügung stehen. Erstreben Sie also nicht allzu viel „Coolness“, sondern finden Sie lieber den für Sie optimalen Mittelweg und machen Sie die Prüfungsangst zu Ihrer Verbündeten.


Obwohl manche Körperreaktionen dies nahe legen (wie Herzrasen und Schweißausbrüche), sind Prüfungen kein Angriff auf Ihr Leben oder Ihre Gesundheit. Machen Sie sich bewusst, dass Prüfungen vor allem darauf abzielen, Ihre Leistung zu bewerten. „Prüfungsangst“ ist somit eine Variante der „Bewertungsangst“. Zu ihr passt es nicht, sich wie ein Steinzeitmensch im Angesicht eines Säbelzahntigers zu verhalten. Wenn Sie sich vor und bei Prüfungen übermäßig ängstigen, spricht einiges dafür, dass Sie Ihr Selbstwertgefühl stark von der Meinung anderer abhängig machen (Motto: Ich bin nur, was ich leiste). Vielleicht haben Sie ein hohes Perfektionsstreben und betrachten jeden Misserfolg als Beweis Ihrer Minderwertigkeit. Da Prüfungen immer wieder vorkommen können, lohnt es sich, Ihr Selbstwertgefühl auf eine stabilere Basis zu stellen. Dazu kann Ihnen – neben positiven Lebenserfahrungen – eine Psychotherapie helfen.

Verantwortung für das Prüfungsergebnis vernünftig verteilen
Der Ausgang einer Prüfung hängt meistens von mehr als einem Faktor (Ihren Fähigkeiten) ab. So spielen besonders bei mündlichen Prüfungen persönliche Sympathien und Antipathien, die Tagesverfassung des Prüfers und das Verhalten eventueller Mitprüflinge eine Rolle. Es ist daher lebensfremd, das Prüfungsergebnis nur Ihren Leistungen oder nur dem Faktor Glück zuzuschreiben. Indem Sie die Verantwortung wirklichkeitsgetreuer verteilen, motivieren sie sich, an den Dingen zu arbeiten, die Sie selbst verändern bzw. beeinflussen können. Hierzu gehört auch der Versuch, die Rahmenbedingungen der Prüfung eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Viele Prüfungskandidaten gehen davon aus, „dass die Welt zusammenbricht“, wenn sie nicht bestehen. In der Regel geht das Leben aber weiter und finden sich Lösungen für die neue Situation. Manchmal hilft es daher, sich nicht nur die Katastrophe vorzustellen, sondern sich auch die Folgezeit auszudenken. So können Sie sich selbst vor Augen führen, dass wichtige Menschen (Eltern, Freunde, Partner) Sie wegen einer durchgefallenen Prüfung nicht verachten oder verlassen werden. Außerdem hält das Leben Alternativen bereit (Wiederholungsprüfung, andere Berufswege). Helfen Sie sich mit dem Satz: „Umwege verbessern die Ortskenntnis“ und „Es gibt keine Misserfolge, sondern nur nützliche Erfahrungen“.

Sich positiv programmieren und Energie vernünftig einsetzen
Nutzen Sie das Prinzip der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“. Indem Sie von einem Prüfungserfolg ausgehen, verhindern Sie, dass Ängste unsinnig viel Energie binden. Aus dem gleichen Grund ist es mitunter auch hinderlich, sich vor einem Prüfer krampfhaft zusammen zu reißen. Finden Sie Kurzformeln, die Sie in schwierigen Situationen motivieren („Ich schaffe das“ „Ich stehe das durch“). Programmieren Sie Ängste in „gespannte Vorfreude“ (gesundes Lampenfieber) um.


Fakten allein sind meist neutral, erst ihre „Bedeutung“ macht Angst. Sehen Sie die Prüfung nicht als „Bedrohung“, sondern als Chance zu zeigen, was in Ihnen steckt. Entnehmen Sie einem schnell schlagenden Herz die beruhigende Botschaft, dass jetzt Ihr Gehirn besser durchblutet wird.

Prüfungsangst kann auch auf mangelnde Vorbereitung oder ungünstige Lerntechniken (Verzetteln, keine Pausen, fehlende Lernziele) hinweisen. Optimieren Sie in diesem Fall Ihre Vorbereitungsstrategien (z.B. durch Zeit- und Stoffpläne, ausreichende Wiederholungen). Viel Erfolg!