| Entspannte Grundhaltung: Erregung regulieren und damit Ängsten vorbeugen | |||
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Manchen Menschen fällt es schwerer, ihre "Erregung" zu regulieren, als anderen. Während ein mittleres Erregungsniveau meist hilfreich ist, um Aufgaben zu bewältigen, kann ein zu niedriges Niveau regelrecht lähmen (einschläfern), während ein zu hohes Niveau leicht in "Angst" mündet. Die entstehende Angst informiert den Betroffenen dann darüber, dass er in der momentanen Situation überfordert ist. Ihm stehen nicht mehr die nötigen Ressourcen zur Verfügung, um mit inneren und äußeren Signalen (Herausforderungen) angemessen und erfolgreich umzugehen. Einer solchen Situation lässt sich vorbeugen, indem man verhindert, dass die Erregung die "kritische Grenze" zur Angst überschreitet. Folgende Möglichkeiten bieten sich dazu an:
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| Diverse Übungen für Zuhause | |||
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| Spontanentspannungsmethode | |||
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Durch gezieltes Atmen kann man bewusst ein Gefühl der Entspannung
erzeugen und negative Spannung und Angstgefühle kontrollieren.
Diese Übung hat den Vorteil, dass sie ohne tägliches Training funktioniert.
Atme etwas tiefer ein als normalerweise. Dann atmest Du in einem
Zuge wieder aus, ohne den Atem nach dem Einatmen anzuhalten. Wenn
Du ausgeatmet hast, halte Deinen Atem für ca. 5-9 Sekunden an.
Finde selbst heraus, welche Zeit für Dich am angenehmsten ist.
Nachdem Du den Atem angehalten hast, atme wieder ein, und in einem
Zuge wieder aus. Diese Übung wiederholst Du für 2 bis 3 Minuten.
Ausführliche Beschreibung: Die meisten Vorgänge in unserem Körper (wie Verdauung, Harnproduktion) können wir willentlich nicht beeinflussen. Eine Ausnahme ist die Atmung, die wir in Grenzen steuern können. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu drosseln bzw. durch schnelles Atmen ihn zu beschleunigen. Angst und Panik sind meist mit Herzklopfen bzw. Herzrasen und raschen, flachen Atemzügen verbunden. Nutzen Sie diesen Zusammenhang, indem Sie Ihren Organismus durch gezieltes ruhiges Atmen in einen entspannteren Zustand versetzen. Menschen atmen normalerweise 8- bis 12-mal pro Minute ein und aus. 1.Achten Sie besonders in Angstsituationen darauf, nur 6-mal oder sogar noch weniger pro Minute zu atmen. Sie werden angenehm überrascht sein, wie beruhigend dies unmittelbar wirkt. Indem Sie sich auf die Atmung konzentrieren, lenken Sie sich zugleich von inneren und äußeren Angstreizen (bzw. ängstigenden Gedanken) ab. 2. Bemühen Sie sich vor allem um eine verhältnismäßig lange und tiefe Ausatmung. Denn diese Phase bringt die eigentliche Entspannung. Die Ausatmung sollte möglichst doppelt so lange dauern (wenn nicht sogar dreifach solange) wie die Einatmung. Unterstützen Sie sich, indem Sie innerlich beim Ausatmen doppelt so lange mitzählen als beim Einatmen. 3. Atmen Sie möglichst immer durch die Nase ein. Wenn Sie die Luft bei geschlossenem Mund gleichsam einschnüffeln (Schnuppern, Riechen) unterstützen Sie automatisch die (gesündere) Bauchatmung. Ein weiterer Trick zur Förderung der Bauchatmung besteht darin, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken (und so die Brustatmung gleichsam einzufrieren). Einschnüffeln vermittelt zudem das Gefühl, ganz durchatmen zu können. 4. Unterstützen Sie die Nasenatmung mit einem für Sie angenehmen realen oder phantasierten Duft. Tragen Sie ein Duftfläschchen (Neroli, Minze) mit sich und riechen Sie in Angstsituationen daran. 5. Setzen Sie beim Ausatmen die Lippenbremse ein. Bei dieser entweicht die Luft durch die leicht geschlossenen bzw. minimal geöffneten Lippen. Die Lippenbremse verlangsamt die Ausatmung und fördert wesentlich die Entspannung. Verbinden Sie das Ausatmen mit einem Geräusch (wie pfff, uuu, oouumm). Vorstellung: Stellen Sie sich beim Ausatmen vor, eine wohlschmeckende warme Flüssigkeit aufzunehmen, und spüren Sie, wie diese Ihren Magen erwärmt. 6. Lassen Sie nach dem Ausatmen einen Moment der Atemstille zu, bis Ihr Körper wieder nach Einatmung verlangt. Halten Sie nach dem Einatmen nicht die Luft an, sondern wechseln Sie nahtlos zur Ausatmung über. 7. Vorstellung: Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass Sie mit dem Atemstrom Kraft und Energie (Sauerstoff) tanken und beim Ausatmen Verbrauchtes, Belastendes und Ängstigendes abwerfen. Finden Sie eine für Sie passende Formel mit der Sie das Ein- und Ausatmen begleiten (wie Mit jedem Atemzug gewinne ich mehr Energie und Selbstvertrauen, Mit jedem Ausatmen gebe ich etwas Angst, Anspannung und Schmerz ab)., (ein, aus) (ich bin, entspannt) 8. Erden Sie sich: Stellen Sie mit leicht gegrätschten und etwas gebeugten Beinen (federnd wie beim Skifahren) flach und sicher auf den Boden. Spüren Sie beim Ausatmen, wie das Gewicht Ihres Körpers über die Füße auf den Boden drückt und Ihnen so Halt verleiht. Vorstellung: Stellen Sie sich beim Einatmen vor, Kraft und Energie aus der Erde aufzunehmen. Spüren Sie, wie Sie von der Erde getragen werden. Diese Übung wirkt sehr gut Schwindel und Ohnmachtsängsten entgegen. 9. Verbinden Sie das Ausatmen mit entspanntem Seufzen und Stöhnen. Stöhnen Sie alles weg, was Sie hemmt, belastet und blockiert. 10. Singen Sie Ihr Lieblingslied, wenn Ihnen die bisherigen
Tipps zu technisch und schwierig klingen. Der Gesangsrhythmus
normalisiert automatisch Ihre Atmung. Wer singt, muss vor allem
ausatmen! Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum manche Kinder
singen, wenn Sie Angst haben.
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| Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson | |||
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Das Entspannungstraining verfolgt die Absicht, muskuläre Anspannung
wahrnehmen zu lernen und zu reduzieren. Die progressive Muskelentspannung
nach Jacobson ist leicht zu erlernen und fast überall durchzuführen.
Durch den Ablauf: „Anspannung bestimmter Muskelgruppen – Festhalten
der Spannung – Entspannen dieser Muskelpartien“ machen wir uns
die natürliche Ermüdungsfähigkeit des Körpers zunutze. Ein zunächst
beanspruchter Muskel wird müde und entspannt sich von selbst. Durch diese „Ermüdung“ bzw. Entspannung erreichen wir folgendes:
Ablauf:
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| Vorstellungsübungen (systematische Desensibilisierung) | |||
| Ich stelle mir die Situation vor,
die mich belastet. Ich stelle mir vor, wie ich in der Situation
gesunde Gedanke verfolge. Ich stelle mir vor, wie ich mich in der
Situation wohlfühle und mich einbringen kann. Es kann sein, dass
man diese Vorstellungsübung und das positive Bild in kleinen Schritten
steigern muss. Wenn es bei der Übung zu körperlichen Reaktionen
kommt, sollte man abbrechen. |
| Quälende Sorgen | |||
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