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Soziale Phobie Kompendium - Übungen für zu Hause.

Übungen für Zuhause

Drucklayout vs. Onlinelayout
  1. Entspannte Grundhaltung
  2. Diverse Übungen
  3. Spontanentspannungsmethode
  4. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
  5. Vorstellungsübungen (systematische Desensibilisierung)
  6. Quälende Sorgen

 

Entspannte Grundhaltung: Erregung regulieren und damit Ängsten vorbeugen

 

Manchen Menschen fällt es schwerer, ihre "Erregung" zu regulieren, als anderen. Während ein mittleres Erregungsniveau meist hilfreich ist, um Aufgaben zu bewältigen, kann ein zu niedriges Niveau regelrecht lähmen (einschläfern), während ein zu hohes Niveau leicht in "Angst" mündet. Die entstehende Angst informiert den Betroffenen dann darüber, dass er in der momentanen Situation überfordert ist. Ihm stehen nicht mehr die nötigen Ressourcen zur Verfügung, um mit inneren und äußeren Signalen (Herausforderungen) angemessen und erfolgreich umzugehen.

Einer solchen Situation lässt sich vorbeugen, indem man verhindert, dass die Erregung die "kritische Grenze" zur Angst überschreitet. Folgende Möglichkeiten bieten sich dazu an:

  • Verhindern von Nervosität, die durch körperliche Mangelerscheinungen bedingt sind, wie ungenügende oder ungesunde Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, Schlafmangel. Einnahme von Mahlzeiten in entspannender Atmosphäre
  • Verzicht auf Genussmittel, die unruhig machen bzw. "beleben" (Koffein, Nikotin, Stimulanzien)
  • Reizabschirmung (kein pausenlos laufendes Radio- oder Fernsehgerät, Verzicht auf Nachrichtensendungen oder Fernsehfilme, die aufregen oder Angst machen, keine Lektüre von Kriminalromanen oder Horrorgeschichten), Einhalten ausreichenden Abstandes zu "Störquellen" wie Steckdosen oder elektrischen Geräten die starke "Strahlung" abgeben, Herstellung von Ordnung und Übersichtlichkeit in der Wohnung,
  • Erzeugung eines angenehmen Raumklimas (häufigeres Durchlüften der Wohnung, Befeuchten der Luft im Winter, Aufstellen von Pflanzen)
  • Strukturieren des Alltags durch einen schriftlichen Wochenplan (um "Verzetteln" zu verhindern),insbesondere vernünftige Ernährung und sinnvolle Wechsel zwischen sinnvoller Tätigkeit und Pause
  • Ebenfalls zu den fast immer und sofort beruhigend wirkenden Maßnahmen gehört Ausdauersport, der "Stresshormone" abbaut und den beruhigend wirkenden Teil des Nervensystems (Parasympathikus) stärkt. Leider entwickeln sich viele Angstbetroffene zu "Stubenhockern", die dann auf ihrer Erregung regelrecht sitzen bleiben. (forsches Wandern, Radfahren, Schwimmen)
  • Erlernen einer beruhigenden und gesunden Atemtechnik
  • Austausch beruhigender Zärtlichkeiten mit dem Partner bzw. der Partnerin
  • Entspannungsbäder, Massagen, genussvolles Eincremen
  • Stretching, Dehnung verspannter Muskulatur
  • Erledigung "offener Geschäfte" (= Verkürzung der "Pflichtenliste"),
  • "Entsorgung" belastender Gedanken durch "Mitteilung ans Tagebuch" oder Schreiben eines Briefes (der nicht unbedingt abgesandt werden muss)
  • Vermeiden von Kontakten, die erfahrungsgemäß auf Streit und Aufregung hinauslaufen;
  • Erlernen von "Selbstsicherheit" und "Sozialkompetenz", um mit solchen Situationen künftig gelassener
  • Als besonders hilfreich hat sich bei Angst-Betroffenen erwiesen, auf eine vernünftige Ernährung zu achten. Offenbar zeichnen sich viele Menschen mit erhöhter Angst durch einen beschleunigten Stoffwechsel (erhöhten Grundumsatz) aus. Sie geraten schneller in ein Energiedefizit als der Durchschnittsmensch. Die damit verbundenen Gefühle (Unruhe, Schwäche, Flauheit) werden dann oft fehl interpretiert (als Zeichen von "Krankheit" und nicht als ganz normales "Hungersignal"). Vermutlich erklärt sich so, dass Angst-Betroffene überdurchschnittlich gerne "Naschen" (= kleiner Energieschub zwischendurch), ohne dadurch gleich deutlich übergewichtig zu werden. Süßigkeiten sind allerdings keine vernünftigen Energieträger, da sie im Blut zu schnell schwankenden "Blutzuckerspitzen" führen, also eher wieder für "Unruhe" und nicht für ein kontinuierliches Energieangebot sorgen.

Quelle

 

Diverse Übungen für Zuhause

 
  • Sich selbst innerlich oder laut loben für erfolgreiches Verhalten „Das habe ich toll gemacht. Gut hat des geklappt „
  • Zu Hause vor dem Spiegel ein bestimmtes Verhalten und sicheres Auftreten üben: Laute, klare und deutliche Stimme; eindeutige Formulierungen; Blickkontakt, Mimik und Gestik. Wünsche und Forderungen äußern. Z.B. für jedes mögliche Gefühl (siehe Gefühlsspektrum) einen Gesichtsausruck üben. Schau Dich an und sag zu Dir: „Ich mag mich so wie ich bin“. Merke Dir, wie es sich anfühlt zu lächeln. Mach das so oft, bis du ohne Spiegel auswendig weißt, welches Lächeln Du in einer Situation anwenden kannst. (Beispiel: wohlwollend distanziertes Lächeln)
  • Versuche Einheit von Handlung, Denken und Gefühlen herzustellen. D.h. z.B. nicht lange darüber nachzudenken, ob man etwas macht, sondern es einfach machen. Akzeptieren, dass man Fehler machen kann und das man es nicht allen recht machen kann. Hauptsache man bleibt sich treu und verstellt sich nicht.
  • Führe ein Tagebuch, in dem Du positive Dinge festhältst. Was hast Du gut gemacht, wofür kannst Du Dich loben, wann hast Du Dich überwunden, etc. Falls Du sonst immer nur negatives siehst, wird Dir das Tagebuch helfen.
  • Stelle eine Liste mit positiven Eigenschaften von Dir auf, mindestens 10 Stück.
  • Immer wenn der innere Kritiker in Dir wieder versucht hat Dich zu täuschen, sag zu Dir selbst: „Kritiker – ich hab Dich auf frischer Tat ertappt.“
  • Schreibe einen Liebesbrief an Dich selbst. Nur wenn Du Dich liebst, kannst Du andere Lieben. Lerne Dich zu mögen und zu lieben.
  • Lerne Deine gegebenen Fehler und Schwächen zu akzeptieren. Sage Dir jeden Tag mehrmals: Ich verzeihe mir meine Fehler und Schwächen. Ich verzeihe mir diesen und jenen Fehler.
  • Gegebenenfalls sich einem wichtigen Menschen mit den eigenen sozialen Ängsten anvertrauen. Ihn in eine Situation mitnehmen, Rückendeckung und sich Rückmeldung geben lassen.
  • Wähle ein positives Ereignis in deinem Leben aus und versuche zuhause, mindestens zwei Minuten darüber packend zu erzählen.
  • Smalltalk: Wenn Du schon weißt, welche Menschen Du treffen wirst, kannst Du dir ein paar fragen im voraus zurechtlegen.
  • Schlagfertigkeit: Eine Sammlung von Lieblingsantworten solltest du auswendig lernen.
  • Leseübungen:  Eine Seite möglichst fehlerfrei vorlesen und mit einem Diktiergerät aufzeichnen. Steigerung: Dabei regelmäßig ins vorgestellte „Publikum“ schauen. Während man ins „Publikum“ schaut, redet man weiter. Dazu hat man zuvor ein paar Wörter „im Voraus“  gelesen. Am Ende den Inhalt des Vorgelesenen zusammenfassen (Wortschatzübung)
  • Vortragsübung: Idee: man redet nur während man ins „Publikum“ blickt. Dazu wird zunächst auf Manuskript geschaut. Es wird soviel stumm abgelesen, wie man sich für kurze Zeit merken kann. Dann den Blick heben und das gelesene wiedergeben.
  • Stegreifreden: Aus einer Zeitung durch blindes Tippen ein Wort per Zufall aussuchen. Über dieses Wort dann einen spontanen unvorbereiteten Vortrag z.B. 1 Minute lange Stegreifrede halten.
  • seine innere Stimme hören: Dies wurde im Forum einmal so beschrieben:
    "Ich stellte mir die Frage, was ich eigentlich will. Dazu habe ich mich eingeschlossen, um zur Ruhe zu kommen und eine Art Zwischenbilanz ziehen zu können. In dieser Situation fühlte ich mich besonders einsam. Ich wollte dieser Einsamkeit zunächst entfliehen. Aber ich habe nicht den Fernseher eingeschaltet, auch nicht den PC, keine CD gehört, ich habe niemanden angerufen und auch keine anderen Fluchtmöglichkeiten mehr gesucht. Ich habe mich einfach hingesetzt und meine Gedanken beobachtet. Ich vermute, ich saß da wie eine Statue. Habe mir innerlich auch gesagt, daß ich nicht weichen werde, daß ich einfach nur "Zeuge" meiner Gedanken bleiben werde. Habe meine tausend Fragen und meine fiese Einsamkeit beobachtet. Und weiter beobachtet. Einfach nur beobachtet. Ich habe einfach nur wahrgenommen, was ich gedacht habe, ohne zu beurteilen. Ich konnte mich von meinen ganzen Fragen lösen, es kam mir so vor, als würden sie nicht mehr zu mir gehören. Genau wie die Ängste. Mir wurde klar, daß ich nicht die Angst selbst bin, sonst könnte ich sie ja nicht wahrnehmen. Es gibt einen Unterschied zwischen mir und der Angst. Ein Auge kann sich auch nicht selbst sehen. Angst mag da sein, aber ich werde nicht mehr von ihr überwältigt, weil ich mich nicht mehr mit ihr identifiziere. Ich kämpfe nicht mehr so gegen sie an, bin nicht mehr nur ihr Sklave, leiste keinen Widerstand mehr, ich laufe nicht mehr vor ihr weg. Ich betrachte diese Angst nur noch, ähnlich wie wenn ich auf einer Sommerwiese liege und die Wolken am Himmel beobachte. Das hat mir einen gewissen inneren Frieden gegeben, eine gelassenere Annahme der Dinge. Und je öfter ich das wiederholt habe, um so gelassener bin ich geworden. Und seitdem habe ich auch aufgehört, nach Antworten auf meine Fragen zu suchen."
  • Idee: Biofeedback-Übunge zu Hause durchführen, nämlich mit einem Pulsmesser. Während einer Entspannungsübung kann überprüft werden, ob sich die Herzfrequenzrate wie gewünscht senkt. Man kann so gezielt üben sich zu entspannen und die Entspannungsmethoden dann (auch ohne Pulsmesser) in Alltagssituationen anwenden.

 

Spontanentspannungsmethode

 

Durch gezieltes Atmen kann man bewusst ein Gefühl der Entspannung erzeugen und negative Spannung und Angstgefühle kontrollieren. Diese Übung hat den Vorteil, dass sie ohne tägliches Training funktioniert.

Atme etwas tiefer ein als normalerweise. Dann atmest Du in einem Zuge wieder aus, ohne den Atem nach dem Einatmen anzuhalten. Wenn Du ausgeatmet hast, halte Deinen Atem für ca. 5-9 Sekunden an. Finde selbst heraus, welche Zeit für Dich am angenehmsten ist. Nachdem Du den Atem angehalten hast, atme wieder ein, und in einem Zuge wieder aus. Diese Übung wiederholst Du für 2 bis 3 Minuten.

Ausführliche Beschreibung:

Die meisten Vorgänge in unserem Körper (wie Verdauung, Harnproduktion) können wir willentlich nicht beeinflussen. Eine Ausnahme ist die Atmung, die wir in Grenzen steuern können. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu drosseln bzw. durch schnelles Atmen ihn zu beschleunigen. Angst und Panik sind meist mit „Herzklopfen“ bzw. „Herzrasen“ und raschen, flachen Atemzügen verbunden. Nutzen Sie diesen Zusammenhang, indem Sie Ihren Organismus durch gezieltes ruhiges Atmen in einen entspannteren Zustand versetzen. Menschen atmen normalerweise 8- bis 12-mal pro Minute ein und aus.

1.Achten Sie besonders in Angstsituationen darauf, nur 6-mal oder sogar noch weniger pro Minute zu atmen. Sie werden angenehm überrascht sein, wie beruhigend dies unmittelbar wirkt. Indem Sie sich auf die Atmung konzentrieren, lenken Sie sich zugleich von inneren und äußeren Angstreizen (bzw. ängstigenden Gedanken) ab.

2. Bemühen Sie sich vor allem um eine verhältnismäßig lange und tiefe Ausatmung. Denn diese Phase bringt die eigentliche Entspannung. Die Ausatmung sollte möglichst doppelt so lange dauern (wenn nicht sogar dreifach solange) wie die Einatmung. Unterstützen Sie sich, indem Sie innerlich beim Ausatmen doppelt so lange mitzählen als beim Einatmen.

3. Atmen Sie möglichst immer durch die Nase ein. Wenn Sie die Luft bei geschlossenem Mund gleichsam „einschnüffeln“ (Schnuppern, Riechen) unterstützen Sie automatisch die (gesündere) Bauchatmung. Ein weiterer Trick zur Förderung der Bauchatmung besteht darin, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken (und so die Brustatmung gleichsam einzufrieren). „Einschnüffeln“ vermittelt zudem das Gefühl, ganz durchatmen zu können.

4. Unterstützen Sie die Nasenatmung mit einem für Sie angenehmen realen oder phantasierten Duft. Tragen Sie ein Duftfläschchen (Neroli, Minze) mit sich und riechen Sie in Angstsituationen daran.

5. Setzen Sie beim Ausatmen die „Lippenbremse“ ein. Bei dieser entweicht die Luft durch die leicht geschlossenen bzw. minimal geöffneten Lippen. Die „Lippenbremse“ verlangsamt die Ausatmung und fördert wesentlich die Entspannung. Verbinden Sie das Ausatmen mit einem Geräusch (wie „pfff“, „uuu“, „oouumm“). Vorstellung: Stellen Sie sich beim Ausatmen vor, eine wohlschmeckende warme Flüssigkeit aufzunehmen, und spüren Sie, wie diese Ihren Magen erwärmt.

6. Lassen Sie nach dem Ausatmen einen Moment der „Atemstille“ zu, bis Ihr Körper wieder nach Einatmung verlangt. Halten Sie nach dem Einatmen nicht die Luft an, sondern wechseln Sie nahtlos zur Ausatmung über.

7. Vorstellung: Stellen Sie sich beim Einatmen vor, dass Sie mit dem Atemstrom Kraft und Energie (Sauerstoff) tanken und beim Ausatmen Verbrauchtes, Belastendes und Ängstigendes abwerfen. Finden Sie eine für Sie passende Formel mit der Sie das Ein- und Ausatmen begleiten (wie „Mit jedem Atemzug gewinne ich mehr Energie und Selbstvertrauen“, „Mit jedem Ausatmen gebe ich etwas Angst, Anspannung und Schmerz ab“)., (ein, aus) (ich bin, entspannt)

8. „Erden“ Sie sich: Stellen Sie mit leicht gegrätschten und etwas gebeugten Beinen (federnd wie beim Skifahren) flach und sicher auf den Boden. Spüren Sie beim Ausatmen, wie das Gewicht Ihres Körpers über die Füße auf den Boden drückt und Ihnen so Halt verleiht. Vorstellung: Stellen Sie sich beim Einatmen vor, Kraft und Energie aus der Erde aufzunehmen. Spüren Sie, wie Sie von der Erde getragen werden. Diese Übung wirkt sehr gut Schwindel und Ohnmachtsängsten entgegen.

9. Verbinden Sie das Ausatmen mit entspanntem Seufzen und Stöhnen. Stöhnen Sie alles weg, was Sie hemmt, belastet und blockiert.

10. Singen Sie Ihr Lieblingslied, wenn Ihnen die bisherigen Tipps zu technisch und schwierig klingen. Der Gesangsrhythmus normalisiert automatisch Ihre Atmung. Wer singt, muss vor allem ausatmen! Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum manche Kinder singen, wenn Sie Angst haben.

 

Quelle

 

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

 

Das Entspannungstraining verfolgt die Absicht, muskuläre Anspannung wahrnehmen zu lernen und zu reduzieren. Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist leicht zu erlernen und fast überall durchzuführen. Durch den Ablauf: „Anspannung bestimmter Muskelgruppen – Festhalten der Spannung – Entspannen dieser Muskelpartien“ machen wir uns die natürliche Ermüdungsfähigkeit des Körpers zunutze. Ein zunächst beanspruchter Muskel wird müde und entspannt sich von selbst.

Durch diese „Ermüdung“ bzw. Entspannung erreichen wir folgendes:

  • Gefühlsmäßige Spannung wie Angst oder Unruhe nimmt ab.
  • Das Wachheitsniveau wird gesenkt
  • Alltagssorgen treten für eine Weile in den Hintergrund, die Aufmerksamkeit ist nur auf das körperliche Wohlbefinden gerichtet

Ablauf:

  • Hände und Unterarme: rechte Hand zur Faust ballen – Anspannung von Hand und Unterarm,  linke Hand entsprechend.
  • Oberarme: linken und dann rechten Arm leicht anwinkeln.
  • Gesicht: Augenbraun hochziehen, Stirn runzeln, Augen zukneifen, Zähne aufeinanderbeißen, Lippen aufeinanderpressen
  • Weiterhin folgen entsprechen: Schulter und Nacken, Brust und Bauch, Rücken, Oberschenkel und Gesäß, Unterschenkel.

Empfehlung: kostenlose Audio-CD bei der TK bestellen

 

 

Vorstellungsübungen (systematische Desensibilisierung)

  Ich stelle mir die Situation vor, die mich belastet. Ich stelle mir vor, wie ich in der Situation gesunde Gedanke verfolge. Ich stelle mir vor, wie ich mich in der Situation wohlfühle und mich einbringen kann. Es kann sein, dass man diese Vorstellungsübung und das positive Bild in kleinen Schritten steigern muss. Wenn es bei der Übung zu körperlichen Reaktionen kommt, sollte man abbrechen.

 

 

Quälende Sorgen

 
  • Sich am Tage eine gewisse Zeit dem Problem widmen, Ergebnisse rituell aufschreiben und abheften.
  • Vor dem Einschlafen sagt man sich, ich habe alles mögliche und vernünftige getan. Der Rest liegt außerhalb meines Einflussbereiches.
  • Problem strukturieren und Entscheidungsmatrix aufstellen. Präferenzen eintragen.  Zu sich stehen: ich akzeptiere es, wenn sich später herausstellt, dass ich eine falsche Entscheidung
  • Sich ablenken: die Ablenkung muss die ganze Konzentration erfordern.(vorsicht, da dies eine Verdrängung ist)
  • Es macht keinen Sinn über Probleme zu grübeln, die man nicht lösen oder beeinflussen kann. Falls man sich ertappt, wieder an dem Problem zu knabbern, Abstand gewinnen in dem man sich sagt "Aha, ich habe schon wieder über dieses Problem nachgedacht, es macht keinen Sinn darüber (jetzt) zu grübeln." Und dann widmen sie sich wieder ihrer normalen Beschäftigung.
  • Positive oder neutrale Bewertungsalternativen finden: andere Leute machen das auch durch, dass ist nichts ungewöhnliches
  • Viel Sport um sich körperlich zu verausgaben.
  • Gedankenstopptechnik
  • Jede Minute, die du nicht an das Problem denkst, bringt dich weiter.
  • An etwas Positives denken
  • Versuche realistisch zu denken, sei kein Pessimist und denke nicht an den schlimmsten Fall, der eintreten kann. Sei doch mal etwas zuversichtlich.
  • Vermeide selbsterfüllende Prophezeiungen
  • Rege Dich nicht über Dinge auf, die Du nicht ändern kannst.
  • Die Familie. Man kann sich seine Freunde aussuchen und seine Feinde, ja, nur bei der Familie ist man machtlos.